Kräuterküche

© wobigrafie / PIXELIO

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In einer Hexenküche sollten bestimmte Kräuter und Gewürze nicht fehlen. Diese dienen nicht nur zum Würzen von Speisen, sondern auch für magische Rituale und Rezepte. Hier möchte ich Ihnen nun eine kleine Auswahl an sehr wichtigen magischen Pflanzen erklären.


Anis

Anis wirkt beruhigend auf den Magen und auf die Bronchien. Als Räucherung eignet er sich ausgezeichnet gegen Wut und Ärger.


Basilikum 

Basilikum ist nicht nur ein sehr aromatisches Gewürz, es wirkt auch hervorragend zur Vertreibung von schlech- ten Energien. Zu diesem Zweck wird es hauptsächlich als aufgebrühter Sud im Putzwasser verwendet oder als magisches Öl auf die Haut aufgetragen.


Beifuß

Beifuß ist ein bewährtes Mittel gegen negative Einflüsse von außen. Am besten räuchert man getrockneten Beifuß. Auch als Kräutersäckchen bei sich getragen, schützt er vor negativen Schwingungen und Boshaftigkeiten anderer Menschen. Beifuß gilt als menstruationsfördernd und hilft bei der Geburt. Früher hatten Gebärende daher immer ein Büschel Beifuß in der Hand.


Eberesche

Eberesche vor der Haustüre gepflanzt, wehrt schlechte Träume ab und beschützt die Haustiere.


Eisenkraut

Eisenkraut ist das heilige Kraut der Antike. Schon bei den Ägyptern wurde es als geheime, wirksamste Pflanze der Magie angesehen. Es war der Göttin Isis geweiht. Eigentlich gibt es nichts, wogegen es nicht hilft. Es kann sowohl zur Intensivierung von Liebesgefühlen, für Reichtum, für Gesundheit und vor allem zur Förderung der Intuition eingesetzt werden. Wahlweise wird das getrocknete Kraut in einem Kräutersäckchen mitgeführt, geräuchert oder als ätherisches Öl in der Duftlampe verdampft und in Parfüms gemischt.


Engelwurz

Engelwurz hat ihren Namen von der Sage, dass Engel sie auf die Erde getragen haben. Engelwurz wird in einem Kräutersäckchen unter das Kopfkissen gelegt und begünstigt es, im Traum Kontakt zum Schutzengel aufzunehmen oder prophetische Träume zu haben. Als Räucherung oder einfach in die Ecken gestreut, zieht Angelika Engelsenergien an. Das ätherische Öl der Engelwurz gilt auch als Aphrodisiakum, es hat nahezu die gleichen Bestandteile wie das tierische Moschusöl.


Farn

Einen Farn pflanzte schon Hildegard von Bingen im Mittelalter rund um ihren Kräutergarten, um damit böse Geister und Dämonen fern zu halten. Farn ist eine absolute Glückspflanze. Sie soll zu Reichtum verhelfen und, beispielsweise über der Tür angebracht, allgemeines Wohlbefinden bewirken.


Geranie

Die Geranie fördert die Kreativität und unterstützt liebevolle Gedanken. Als Balkon- oder Schnittblume verbreitet sie frisch ihren inspirierenden Duft, als ätherisches Öl wirkt sie in der Duftlampe.


Ingwer

Ingwer unterstützt nicht nur das Immunsystem, sondern wirkt auch äußerst anregend auf den Blutkreislauf.


Iris

Iris wird für magische Zwecke hauptsächlich als Wurzel verwen- det. Geräuchert oder als ätherisches Öl hilft sie, Blockaden abzubauen und das innere Gleichgewicht zu stabilisieren. Sie wird auch gerne bei Liebesangelegenheiten eingesetzt, denn ihr betörender Duft macht die Männer absolut schwach. Einziger Nachteil: Iris ist leider sehr teuer!


Johanniskraut

Johanniskraut ist das Notfallkraut für alle Lebenslagen. Als Tee, als ätherisches Öl in der Duftlampe oder auch als Kapseln mit konzentrierten Wirkstoffen aus der Apotheke wirkt diese Pflanze in jedem Fall stimmungsaufhellend und antidepressiv. Es macht fröhlich und entspannt. Es ermöglicht uns, unsere Sorgen ruhiger anzugehen und die Sonne auch an Regentagen scheinen zu lassen. Gerade bei Liebeskummer ist es das beste Gegenmittel.


Kamille

Kamille ist die Heilpflanze schlechthin. Egal, ob als Tee getrunken, die getrockneten Blüten geräuchert oder als ätherisches Öl, sie beruhigt nicht nur die inneren Organe, sondern auch das erhitzte Gemüt und wirkt wie Balsam für die Seele.


Kampfer

Kampfer in jeder Form erhöht den Herzschlag. Er erhellt die Sinne und schafft Klarheit. Man kann ihn räuchern, rauchen, Räume damit beduften oder ihn als Gewürz in Speisen reichen. Allerdings sollte man mit Kampfer immer etwas vorsichtig sein: Schon zwei Gramm davon haben eine äußerst starke Wirkung und rufen euphorische Gedanken hervor. Für eine anregende Wirkung in der Liebe ist Kampfer allerdings gar nicht geeignet, er bewirkt eher eine Lustzügelung.


Kardamom

Kardamom ist nicht nur ein wunderbares Gewürz für exotische Gerichte, er wirkt auch stimmungsaufhellend und entkrampfend.


Lorbeer

Lorbeer ist die absolute Erfolgspflanze. Schon im alten Rom wurde sie erfolgreichen Feldherren als Siegeskranz überreicht. Lorbeer war die heilige Pflanze des Apollo, des Gottes des Lichtes, der Son- ne und der Weissagung. Deshalb gilt die Räucherung von Lorbeer als gutes Mittel für exakte Voraussagen.


Myrrhe

In diesen Baum wurde der Sage nach eine Frau verwandelt, die von ihrem Vater ein Kind erwartete. Das Harz der Myrrhe sind ihre Tränen, die sie aus Reue vergoss. Myrrhe ist daher ein Räuchermittel, das reinigt, spirituelle Ebenen eröffnet und den Sinn für Schönheit und Liebe klärt.


Petersilie

Wenn Sie einen Mann verführen wollen, reichen Sie ihm vorher ein Essen mit viel Petersilie. Dieses so geläufige Küchenkraut ist extrem aphrodisierend, und kein Mann kann sich nach dem Genuss noch wirklich zurückhalten.


Rose

Die Rose ist die höchste Liebespflanze, die man sich vorstellen kann. Die Rose öffnet das Herz und lässt dadurch unendliche Liebe in jeder Beziehung, nicht nur auf das Sexuelle begrenzt, zu. Die Rose ist am wirksamsten als ätherisches Öl: In Badeöle, Bodylotions oder Parfüms gemischt, gibt es dem Menschen, der es trägt, eine unglaublich liebevolle Ausstrahlung.


Rosmarin

Sein Rauch vertreibt böse Geister, sein ätherisches Öl regt den Kreislauf an, macht frisch und vital. Es gilt als ein absolutes Verjüngungsmittel, da es alle Zellen des Körpers aktiviert und Falten beseitigt. Wo Rosmarin zu Hause ist, gibt es Feen und Kobolde. Hier fühlen sie sich richtig wohl und treiben ihr Spiel. Rosmarin belebt auf jeden Fall nicht nur den Kreislauf, sondern auch die häusliche Umgebung. Freunde kommen gerne, und die Atmosphäre ist herzlich.


Salbei

Das gern genutzte Küchenkraut ist auch von alters her als Heilpflanze bekannt. Er wirkt harn- und menstruationstreibend, gegen Magen- und Verdauungsprobleme und stärkt die Nerven. In der Magie gilt Salbei als Reinigungspflanze. Dazu wird getrockneter Salbei am besten geräuchert.


Sandelholz

Weißes Sandelholz ist pur zwar schwer zu bekommen, aber sein Duft ist einfach wundervoll. Die meisten Räucherstäbchen und Räu- cherkegel enthalten auch Sandelholz. Das reine Sandelholz wird hauptsächlich eingesetzt im Yoga und im Tantra zur Anregung des Wurzelchakras. In seinem Ursprungsland Indien benutzt man Sandelholz zur Begleitung der Seele eines toten Menschen in den Himmel. Wenn ein Mann Sandelholzduft trägt, unterstützt das seine erotische Ausstrahlung.


Vanille

Der wunderbare süße Duft der Vanilleschote oder des ätherischen Öls der Vanille gibt uns sofort ein Gefühl des Wohlbefindens. Vanille vermittelt das Gefühl von Geborgenheit und Zuhausesein. Sie fördert aber auch die Menstruation und die Blutzirkulation im Allgemeinen.


Wacholder

Wacholder ist auf der ganzen nördlichen Erdhalbkugel zu Hause. Wohl wegen seiner Dornen gilt er überall als bestes und verbreitetstes Mittel, um wirkungsvoll Dämonen, Geister und Teufel zu vertreiben. Wacholderblätter kann man auch in frischem Zustand gut räu- chern, der Duft ist außerordentlich aromatisch. Wacholder wird in der Heilkunde sehr vielfältig eingesetzt wegen seiner desinfizieren- den Wirkung.


Weihrauch

Das Harz des Weihrauchbaumes ist eines der beliebtesten Räuchermittel überhaupt. Er wird in verschiedenen Religio- nen bei rituellen Räucherungen verwendet. Es gibt ihn in unterschiedlichen Qualitäten und Preislagen. Der Rauch dieses würzigen Harzes stellt die Verbindung zwischen der materiellen und der geisti- gen Welt dar, er inspiriert, erhellt unsere Sinne, schützt und reinigt.


Wermut

Wermut ist nicht nur als Schnaps oder Likör sehr bekömmlich und verdauungsfördernd. Die Blätter, als Räucherung verwendet, regen an. Das ätherische Öl oder auch der ausgepresste Saft der Pflanze hat eine belebende Wirkung sowohl für Magen und Darm als auch für Inspiration und Sexualität.


Zedernholz

Zedernholz wird hauptsächlich zur Räucherung verwendet und bewirkt eine harmonische, klare und anregende Stimmung. Das Holz und das ätherische Öl des Baumes können auch sehr gut zur Mückenabwehr eingesetzt werden. Ein Stückehen Zedernholz im Kleiderschrank vertreibt die Motten.


Zimt

Zimt schmeckt nicht nur gut in Weihnachtsplätzchen oder Milchreis, er fördert auch die Meditation. Mit Hilfe dieses Gewürzes gelingt es sehr schnell, einen tran- ceähnlichen Zustand zu erreichen. Hellseherische Fähigkeiten werden durch Zimt sehr gut unterstützt. In manchen Kulturen wird er auch für Reinigungszeremonien verwendet und bei der Heilung von Rheumabeschwerden eingesetzt.


Noch ein wichtiger Hinweis für Allergiker: Es gibt zahlreiche Pflanzenstoffe. die Allergien auslösen können. Wenn Sie grundsätzlich zu allergischen Reaktionen neigen, arbeiten Sie in Ihrer Hexenküche immer vorsichtshalber mit einem Mundschutz.