Fitness-Check für den Körper

Das Auto lässt jeder regelmäßig checken, den eigenen Körper hingegen nehmen viele nicht so wichtig. Das rächt sich schnell – vor allem bei Menschen, die sich entschließen, wieder mehr Sport zu treiben und dabei übertreiben.

Experten der Klinik Lindenplatz testen, wie viel Sport gesund ist

(djd). Wenn das “Hüftgold” dafür sorgt, dass beim Radfahren schnell der Schweiß ausbricht und man beim zügigen Gehen aus der Puste gerät, ist es höchste Eisenbahn für den Körper. Schließlich möchte niemand frühzeitig mit Herz- und Kreislaufkrankheiten kämpfen und nur noch kurzatmig durch die Straßen schleichen. Die gute Nachricht vorweg: Die Formel “je älter, desto unbeweglicher” ist längst außer Kraft gesetzt. Keine Seltenheit, dass heute 65-Jährige Karate für sich entdecken und 70-Jährige so fit radeln wie 30-Jährige.

Nicht in Extreme verfallen

Dr. Thomas Jöllenbeck vom Institut für Biomechanik der Klinik Lindenplatz in Bad Sassendorf warnt jedoch davor, gleich in Extreme zu verfallen: “Vor dem geistigen Auge sehen sich viele, die mit 40 oder 50 Jahren wieder sportlicher werden wollen, als 20-Jährige. Doch es gilt, den Veränderungen des Körpers Rechnung zu tragen.” Wer sich überschätzt, kann sich schnell ernste Herz-Kreislauf-Probleme einhandeln. Deshalb empfiehlt der Sportwissenschaftler gerade (Wieder-)Einsteigern, ihre körperliche Konstitution wie Profisportler untersuchen zu lassen – bei einem Check, der nach seinen Worten durchaus mit der Jahresuntersuchung des Autos vergleichbar ist.

Individuelle Werte ermitteln

Die Experten der Klinik Lindenplatz beispielsweise richten sich dabei nach den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention: “Wir untersuchen zunächst den aktuellen Gesundheitszustand, überprüfen die Blutwerte und Risikofaktoren wie Herz-Kreislauf-Probleme.” Anschließend testen die Ärzte die Lungenfunktion, bevor auf einem Fahrradergometer oder Laufband die maximale Leistung des Patienten ermittelt wird. Jöllenbeck: “Dabei tragen die Patienten eine Sauerstoffmaske und werden verkabelt wie während eines Elektrokardiogramms.” Es gilt, die Schwelle zu ermitteln, an der der Körper während der Bewegung mehr Sauerstoff verbraucht als er aufnimmt. Nach diesem individuellen (Puls-)Wert richtet sich der Rat der Spezialisten, wie intensiv man aktiv sein darf – und in welcher Sportart.
Prominente Patienten

Zahlreiche Sportler wie Heike Drechsler, Olympiasiegerin im Weitsprung, und eine Gruppe ehemaliger Radprofis, die früher bei der “Tour de France” mitfuhren, arbeiten mit der Klinik Lindenplatz zusammen. Sie lassen sich regelmäßig untersuchen, um ihre Leistungsfähigkeit zu erhalten und zu überprüfen. Anmeldungen und Informationen zum Leistungscheck (Kosten: etwa 190 Euro) bei der Klinik Lindenplatz, Weslarner Straße 29, 59505 Bad Sassendorf, Telefon 02921-501-3407 oder per E-Mail (info@klinik-lindenplatz.de).

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