Geister ohne Strom – Ghost Wars

Veröffentlicht von Geisternews.de am

Die amerikanische Fernsehserie Ghost Wars, die seit März über Netflix verfügbar ist, überrascht mit einem eigenartigen Verhältnis von Geistern zu elektrischem Strom.

In einer abgelegenen Stadt im Norden Alaskas, Port Moore, betreibt die High-Tech Firma Lambda einen Teilchenbeschleuniger auf der Fläche eines abgestürzten Meteoriten. Die Wissenschaftler von Lambda, um Dr. Landis Barker (Kandyse McClure), stecken ein Fragment des Meteoriten in den Teilchenbeschleuniger, es kommt zu einem Erdbeben, bei dem sich angeblich ein Spalt ins Jenseits öffnet, aus dem böse Geister in die Welt eindringen und die Bewohner von Port Moore umbringen. Soviel zum Setting.

Die Handlung dreht sich aber um den Sonderling Roman Mercer (Avan Jogia), der die Geister zunächst als einziger sehen kann. Eine Gabe, die er schon immer besaß, weshalb er auch von den Bewohnern der Stadt ausgegrenzt wird. Gemeinsam mit dem Geist seiner toten Freundin Maggie (Elise Gatien) und dem Priester Dan Carpenter (Vincent D’Onfrio) werden die Vorkommnisse sukzessive aufgeklärt, wobei Mercer mit seiner inneren Zerrissenheit kämpft, den Menschen der Stadt als einziger helfen zu können und gleichzeitig von ihnen abgelehnt zu werden.

Ungewöhnlich erscheinen die “neu entstandenen” Geister insofern als sie auf Elektrizität reagieren: Strom verscheucht sie. Die Geister werden als flackernde transparente Wesen dargestellt, die irgendwie keinen richtigen eigenen Willen haben und an seelenlose Zombiehorden erinnern. Ihr Auftauchen wird meist durch ein Geräusch angedeutet, ein Klackern, das an den Film Predator oder Alien erinnert. Das Ziel der bösen Geister ist es, sich mit einem Menschen zu verbinden und ein Geister/Alien-Kind zu zeugen, was in der Serie auch geschieht (Folge 11). Hier driftet die Serie irgendwie vollends zu einem Alien-Schocker ab, da das gezeugte Wesen eine Art Wurm ist.

Kurzum: Ripley übernehmen sie! Das noch fehlende Meteoritenfragment, das den Meteoriten vervollständigt und im Besitz des Priesters Dan ist, wird in den Teilchenbeschleuniger gesetzt und das Tor zum Jenseits wird wieder geschlossen; nicht um vorher noch ein paar Seelen und Körper auszutauschen.

So richtig Ghost war das nicht, so richtig Alien auch nicht, aber faszinierende Schauspieler wie Meat Loaf als Doug oder D’Onfrio als Priester Dan Carpenter sorgen hier dennoch für eine angenehme Sofa-Grusel-Geister-Stimmung.

Weitere Infos unter: http://www.syfy.com/ghostwars

Bild: SYFY

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